Skinning - Wir sind das Gesetz
Darsteller: Nikola Rakocevic, Viktor Savic, Natasa Solak, Nikola Kojo, Bojana Novakovic
Regisseur(e): Stevan Filipovic
Komponist: Ryan Leach
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Studio: KSM GmbH
Erscheinungstermin: 18. Juni 2012
Produktionsjahr: 2010
Spieldauer: 94 Minuten
Genre(s): Action, Drama, Krimi
Der junge Novica (Nikola Rakocevic) lebt in Belgrad. Er ist ein guter Schüler, vor allem Mathematik macht ihm Spaß. Doch Novica fühlt sich allein, ihm fehlen Freundschaften mit Gleichaltrigen und eine Freundin. Er schließt sich der Skinhead-Gruppe seines Mitschülers Relja (Viktor Savic) an. Dort erfährt er die Kameradschaft und den Respekt, den er so lange vermisst hat. Und auch mit der Liebe klappt es plötzlich, denn Reljas Freundin Mina (Bojana Novakovic) hat ein Auge auf ihn geworfen. Alles scheint in bester Ordnung zu sein. Doch nach und nach verändert sich etwas in Novica... Er ist bereits auf der Hochschule – und zum Anführer der Neonazi-Gang aufgestiegen – als die Saat aufgeht. Der junge Mann gerät immer tiefer in den Strudel aus Hass und Gewalt. Ist eine Katastrophe noch abwendbar?
Auf eindringliche und extrem brutale Weise zeigt Skinning, wie aus einem normalen jungen Menschen ein verblendeter und gewaltbereiter Neonazi wird. Eine exzellente Regiearbeit von Stevan Filipović, der in seiner Heimat Serbien kein Unbekannter mehr ist. Zu Recht! Der 1981 geborene Filmemacher erzählt von der „Generation der Verdammten“, wie es auch im Untertitel des Films heißt. Und er thematisiert, in welchem privaten und gesellschaftlichen Umfeld solch extreme Ideologien entstehen. Sehen Sie einen schockierenden und kontroversen Film, der Ihnen lange im Kopf bleiben wird. Und das nicht zuletzt wegen seiner großartig inszenierten und bitter realistischen Actionszenen. Action, die zeigt, wie mit voller Wucht ausbrechende Hasstaten aussehen. Skinning - Wir sind das Gesetz.
Regisseur Stevan Filipović begann 2006 an seinem Filmprojekt zu arbeiten und sah sich bis zur Fertigstellung zunehmend von der Realität eingeholt. Er beobachtete eine deutliche Verdichtung der Organisation von Hooligans, Skinheads, rechtsextremen Gruppen, konservativen Kreisen der serbisch-orthodoxen Kirche und der Presse. So relativierte beispielsweise Djordje Vukadinović, Autor der Tageszeitung Politika, die Ermordung eines französischen Fußballfans mit einem Hinweis auf die NATO-Bombardierung Belgrads im Jahr 1999 mit der Frage: Haben uns nicht auch die Franzosen bombardiert?
Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen ist das Skinhead-Drama dann auch kein normaler Film. Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit sind nicht nur in Serbien, sondern weltweit präsent und auf dem Vormarsch. Über spektakuläre Fälle wie den Mord an der russisch-amerikanischen Journalistin Anna Politkovskaya wird breit in den Medien berichtet. Aber es erregt kaum Aufsehen, dass in Russland laut Angaben des Moskauer SOVA Center for Information and Analysis zwischen 2004 und 2009 ein bis zwei Menschen pro Woche Opfer rassistischer Gewalt wurden. Eine solch hohe Zahl gab und gibt es in vergleichbaren Ländern nicht. Russland gilt mittlerweile als das Land mit der am stärksten ausgeprägten Neonazi-Szene. Hinzu kommt, dass sich die Bewegung nicht konträr zur herrschenden Politik entwickelte, sondern mit ihrer Hilfe erst gedeihen konnte. Skinheads sind nur ein Teil der neuen rechten Szene.
- Eingetragen
- 16.11.2014
- Kinostart
- nicht angegeben
- Größe
- 1,71 GB
- Kategorie
- Movies — High Definition
- Passwort
- –


